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文档简介

1、Geothes Dichte 'Ein Anderes': (Goethe)Geh! Gehorche meinen Winken,nutze deine jungen Tage,lerne zeitig klüger sein:Auf des Glückes großer Waagesteht die Zunge selten ein;Du mußt steigen oder sinken,Du mußt herrschen und gewinnen,oder dienen und verlieren,le

2、iden oder triumphieren,Amboß oder Hammer sein. 'Osterspaziergang':  (aus: "Faust")(Goethe)Vom Eise befreit sind Strom und BächeDurch des Frühlings holden, belebenden Blick;Im Tale grünet Hoffnungsglück!Der alte Winter in seiner SchwächeZ

3、og sich in rauhe Berge zurück.Von dorther sendet er, fliehend, nurOhnmächtige Schauer körnigen EisesIn Streifen über die grüne Flur;Aber die Sonne duldet kein Weißes;Überall regt sich Bildung und Streben,Alles will sie mit Farben beleben,Doch an Blumen fehlt's

4、im Revier,Sie nimmt geputzte Menschen dafür.Kehre dich um, von diesen HöhenNach der Stadt zurückzusehn.Aus dem hohlen finstern TorDringt ein buntes Gewimmel hervor.Jeder sonnt sich heute so gern;Sie feiern die Auferstehung des Herrn.Denn sie sind selber auferstanden,Aus niedriger H

5、28;user dumpfen Gemächern,Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,Aus der Straße quetschender Enge,Aus der Kirchen ehrwürdiger NachtSind sie alle ans Licht gebracht.Sieh nur, sieh! wie behend sich die MengeDurch die Gärten und Felder zerschl&#

6、228;gt,Wie der Fluß, in Breit und Länge,So manchen lustigen Nachen bewegt;Und, bis zum Sinken überladen,Entfernt sich dieser letzte Kahn.Selbst von des Berges fernen PfadenBlicken uns farbige Kleider an.Ich höre schon des Dorfs Getümmel;Hier ist des Volkes wahrer Himmel,Zufr

7、ieden jauchzet groß und klein:Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein. 'Erlkönig':  (Goethe) (1782)Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er faßt ihn sicher, er h

8、28;lt ihn warm.Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht? Den Erlkönig mit Kron und Schweif?Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif."Du liebes Kind, komm, geh mit mir!Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;Manch bunte Blumen sind an dem Strand

9、,Meine Mutter hat manch gülden Gewand."Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht, Was Erlenkönig mir leise verspricht? Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind; In dürren Blättern säuselt der Wind."Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?Meine Tö

10、chter sollen dich warten schön;Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,Und wiegen und tanzen und singen dich ein."Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dortErlkönigs Töchter am düstern Ort? Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau: Es scheinen

11、 die alten Weiden so grau."Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt." Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an! Erlkönig hat mir ein Leids getan!Dem Vater grausets, er reitet geschwind, Er hä

12、;lt in Armen das ächzende Kind, Erreicht den Hof mit Mühe und Not; In seinen Armen das Kind war tot.'Der Fischer':  (Goethe) (1779)Das Wasser rauscht',das Wasser schwoll,ein Fischer saß daran,sah nach dem Angel ruhevoll,kühl bis ans Herz hinan

13、.Und wie er sitzt und wie er lauscht,teilt sich die Flut empor:Aus dem bewegten Wasser rauschtein feuchtes Weib hervor. Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm:籛as lockst du meine Brutmit Menschenwitz und MenschenlistHinauf in Todesglut?Ach wüßtest du, wie's Fischlein istso wohlig auf dem G

14、rund,du stiegst herunter, wie du bist,und würdest erst gesund. Labt sich die liebe Sonne nicht,Der Mond sich nicht im Meer?Kehrt wellenatmend ihr Gesichtnicht doppelt schöner her?Lockt dich der tiefe Himmel nicht.Das feuchtverklärte Blau?Lockt dich dein eigen AngesichtNicht her in ew&

15、#39;gen Tau? Das Wasser rauscht',das Wasser schwoll,Netzt' ihm den nackten FußSein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll,wie bei der Liebsten Gruß.Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;da war's um ihn geschehn;halb zog sie ihn, halb sank er hinund ward nicht mehr gesehn. 'Der

16、Zauberlehrling': (Goethe)Hat der alte Hexenmeister Sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister Auch nach meinem Willen leben. Seine Wort und Werke Merkt ich und den Brauch, Und mit Geistesstärke Tu ich Wunder auch. Walle! walle Manche Strecke, Daß, zum Zwecke, Wasser

17、 fließe Und mit reichem, vollem Schwalle Zu dem Bade sich ergieße. Und nun komm, du alter Besen, Nimm die schlechten Lumpenhüllen! Bist schon lange Knecht gewesen: Nun erfülle meinen Willen! Auf zwei Beinen stehe, = Oben sei ein Kopf, Eile nun und gehe Mit dem Wassertopf! Walle!

18、walle Manche Strecke, Daß, zum Zwecke, Wasser fließe Und mit reichem, vollem Schwalle Zu dem Bade sich ergieße. Seht, er läuft zum Ufer nieder! Wahrlich! ist schon an dem Flusse, Und mit Blitzesschnelle wieder Ist er hier mit raschem Gusse. Schon zum zweiten Male! Wie das Becken

19、schwillt! Wie sich jede Schale Voll mit Wasser füllt! Stehe! stehe! Denn wir haben Deiner Gaben Vollgemessen! - Ach, ich merk es! Wehe! wehe! Hab ich doch das Wort vergessen! Ach, das Wort, worauf am Ende Er das wird, was er gewesen! Ach, er läuft und bringt behende! Wärst du doch der

20、 alte Besen! Immer neue Güsse Bringt er schnell herein, Ach, und hundert Flüsse Stürzen auf mich ein! Nein, nicht länger Kann ichs lassen: Will ihn fassen! Das ist Tücke! Ach, nun wird mir immer bänger! Welche Miene! welche Blicke! O, du Ausgeburt der Hölle! Soll d

21、as ganze Haus ersaufen? Seh ich über jede Schwelle Doch schon Wasserströme laufen. Ein verruchter Besen, = Der nicht hören will! Stock, der du gewesen, Steh doch wieder still! Willst am Ende Gar nicht lassen? Will dich fassen, Will dich halten Und das alte Holz behende Mit dem scharfe

22、n Beile spalten! Seht, da kommt er schleppend wieder! Wie ich mich nur auf dich werfe, Gleich, o Kobold, liegst du nieder; Krachend trifft die glatte Schärfe. Wahrlich! brav getroffen! = Seht, er ist entzwei! Und nun kann ich hoffen, Und ich atme frei! Wehe! wehe! Beide Teile Stehn in Eile Scho

23、n als Knechte Völlig fertig in die Höhe! Helft mir, ach! ihr hohen Mächte! Geister Und sie laufen! Naß und nässer Wirds im Saal und auf den Stufen: Welch entsetzliches Gewässer! Herr und Meister, hör mich rufen! - Ach, da kommt der Meister! Herr, die Not ist gro

24、23;! Die ich rief, die Geister, Werd ich nun nicht los. In die Ecke, Besen! Besen! Seids gewesen! Denn als Geister Ruft euch nur, zu seinem Zwecke, Erst hervor der alte Meister.'Lebensregel': (Goethe) Willst du dir ein hübsch Leben zimmern,Mußt dich ums Vergangne nicht bek

25、2;mmern,Das Wenigste muß dich verdrießen;Mußt stets die Gegenwart genießen,Besonders keinen Menschen hassenUnd die Zukunft Gott überlassen.'Gefunden': (Goethe)Ich ging im Waldeso für mich hin,und nichts zu suchen,das war mein Sinn. Im Schatten sah ichein Bl

26、ümchen stehn,wie Sterne leuchtend,wie Äuglein schön. Ich wollt es brechen,da sagt es fein:Soll ich zum Welkengebrochen sein? Ich grub's mit allenden Würzlein aus.Zum Garten trug ich'sam hübschen Haus. Und pflanzt es wiederam stillen Ort;nun zweigt es immerund blü

27、;ht so fort. -  'Gefunden' (Goethe):  'Verkehrt': (Goethe)Wohl unglückselig ist der Mann.Der unterläßt das, was er kann,Und unterfängt sich, was er nicht versteht;Kein Wunder, daß er zu Grunde geht.-  'Verkehrt' (Goethe): 

28、; 'Wanderers Nachtlied': (Goethe)(II von 1780)Über allen GipfelnIst Ruh,In allen WipfelnSpürest duKaum einen Hauch;Die Vögelein schweigen im Walde.Warte nur, baldeRuhest du auch.- - - (* II ist die bekanntere Fassung!) (I von 1776)Der du von dem Himmel bist,Alles Lei

29、d und Schmerzen stillest,Den, der doppelt elend ist,Doppelt mit Erquickung füllest,Ach, ich bin des Treibens müde,Was soll all der Schmerz und Lust?Süßer Friede,Komm, ach komm in meine Brust.- - - -  'Wanderers Nachtlied' (Goethe):   'Heidenröslein

30、': (Goethe) EXIF: b_3285m.jpg © wispor.de Sah ein Knab ein Röslein stehn,Röslein auf der Heiden,war so jung und morgenschön,lief er schnell, es nah zu sehn,sah's mit vielen Freuden.Röslein, Röslein, Röslein rot,Röslein auf der Heiden.Knabe sprach:

31、 Ich breche dich,Röslein auf der Heiden!Röslein sprach: ich steche dich,daß du ewig denkst an mich,und ich will's nicht leiden.Röslein, Röslein, Röslein rot,Röslein auf der Heiden.Und der wilde Knabe brach'sRöslein auf der Heiden,Röslein wehrte si

32、ch und stach,half ihm doch kein Weh und Ach,mußt es eben leiden.Röslein, Röslein, Röslein rot,Röslein auf der Heiden.-  'Heidenröslein' (Goethe):   'Der Schatzgräber': (Goethe) EXIF: b_9721m.jpg © wispor.de Arm am Beutel, kr

33、ank am Herzen,Schleppt ich meine langen Tage.Armut ist die größte Plage,Reichtum ist das höchste Gut!Und, zu enden meine Schmerzen,Ging ich, einen Schatz zu graben.Meine Seele sollst du haben!Schrieb ich hin mit eignem Blut.Und so zog ich Kreis' um Kreise,Stellte wunderbare Flamme

34、n,Kraut und Knochenwerk zusammen:Die Beschwörung war vollbracht.Und auf die gelernte WeiseGrub ich nach dem alten SchatzeAuf dem angezeigten Platze;Schwarz und stürmisch war die Nacht.Und ich sah ein Licht von weiten,Und es kam gleich einem SterneHinten aus der fernsten Ferne,Eben als es z

35、wölfe schlug.Und da galt kein Vorbereiten;Heller ward's mit einem MaleVon dem Glanz der vollen Schale,Die ein schöner Knabe trug. Holde Augen sah ich blinkenUnter dichtem Blumenkranze;In des Trankes HimmelsglanzeTrat er in den Kreis herein.Und er hieß mich freundlich trinken;Und i

36、ch dacht': es kann der KnabeMit der schönen lichten GabeWahrlich nicht der Böse sein. Trinke Mut des reinen Lebens!Dann verstehst du die Belehrung,Kommst mit ängstlicher BeschwörungNicht zurück an diesen Ort.Grabe hier nicht mehr vergebens!Tages Arbeit, Abends Gäste

37、!Saure Wochen, frohe Feste!Sei dein künftig Zauberwort. -  'Der Schatzgräber' (Goethe):   'Wer nie sein Brot': (Goethe) EXIF: c_5454m.jpg © wispor.de Wer nie sein Brot mit Tränen ass,Wer nie die kummervollen NächteAuf seinem Bette weinend

38、sass,Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte. Ihr führt ins Leben uns hinein,Ihr lasst den Armen schuldig werden,Dann überlasst ihr ihn der Pein,Denn alle Schuld rächt sich auf Erden. -  'Wer nie sein Brot' (Goethe):   'Das Göttliche': (Goethe) EXIF: b_2493m.jpg

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